Gastbeitrag: Kultur digital vermitteln

Foto: Oberhausmuseum

Digitalisierung ist ein großes Thema, das zunehmend nicht nur Handel, Industrie und Verwaltung betrifft, sondern auch Kultureinrichtungen mit neuen Aufgaben und Möglichkeiten konfrontiert. War vor zehn Jahren die Homepage noch der digitale Standard, so sind in den zurückliegenden Jahren viele weitere digitale Haupt- und Nebenwege entstanden, die Kernbereiche der Kulturarbeit berühren oder Prozesse in den Kultureinrichtungen verändern. Weiterlesen

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Ein Fenster in die Ausstellung

Mit dem Video-Projekt Ein Fenster in die Ausstellung ermöglicht das Oberhausmuseum Passau seinen Besuchern an einer virtuellen Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Passau von 1950 bis heute. Das Oberhausmuseum sucht Geschichte“ teilzunehmen. Ab dem 2. August präsentierte das Oberhausmuseum auf seinem Museumsblog und seiner Facebookseite wöchentlich einen Videoclip, inzwischen sind alle neun Filme online und laden zu einem Rundgang durch die Ausstellung ein.

Museumsleiterin Dr. Stefanie Buchhold und drei ihrer Mitkuratoren stellen die Kapitel „Traditionen“, „Umbrüche“, „Passau kann Krise“ sowie spannende Einzelobjekte der Ausstellung vor. Die Filme eröffnen einen Blick in die Ausstellungsräume und geben exklusive und persönliche Einführungen zu Themen und Gegenständen, wie etwa zum kleinsten Fahrrad der Welt oder zum Fotoalbum von der Neueröffnung des Kaufhauses Kreilinger 1952.

Das Video-Projekt entstand im Rahmen des Pilotprojekts #DigSMus der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern, für welches das Oberhausmuseum als eine von 20 Institutionen als Pilotbetrieb ausgewählt wurde. Die Filme wurden produziert von der Agentur Momentensammler, der wir vielen Dank für die super Zusammenarbeit sagen!

 

 

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Ein Blick hinter die Kulissen

Ausstellungsaufbau für die Sonderausstellung
„Passau von 1950 bis heute. Das Oberhausmuseum sucht Geschichte“

Der Ausstellungsraum nimmt Formen an.

Heute gibt es einen besonderen Blick hinter die Kulissen unserer Sonderausstellung „Passau von 1950 bis heute“ zu sehen! In so eine Ausstellungsproduktion fließen unzählige Stunden Arbeit. Von der anfänglichen Recherche und der Sammlung der Objekte, über die Planung der Gestaltung bis hin zum eigentlichen Aufbau der Ausstellung. Bis zur Öffnung der Türen für Besucher am 20. Juli gibt es auch jetzt noch viel zu tun. Weiterlesen

Sammelaktion für die Sonderausstellung!

 

Unsere Sonderausstellung „Das Oberhausmuseum sucht Geschichte. Passau von 1950 bis heute“ nimmt langsam Formen an. Doch wir sind immer (noch) auf der Suche nach spannenden Objekten zum Ausstellen und auch für unsere Sammlung. Daher veranstalten wir am Freitag 17. Februar von 13 bis 18 Uhr eine Sammelaktion in der Passauer Stadtgalerie zu der wir alle herzlich einladen! Weiterlesen

Campingfreuden auf dem Oberhaus

Campingplatz Oberhaus2 Campingplatz Oberhaus1

Im Burghof vor dem eigenen Zelt im Klappstuhl sitzen und mit einem kühlen Getränk in der Hand den Sternenhimmel über der Festung genießen….zu schön, um wahr zu sein?

Bis 1979 war es für Campingbegeisterte tatsächlich möglich, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen: Denn die Stadt Passau war 1954 auf die Welle der allgemeinen Campingbegeisterung aufgesprungen und hatte auf der Veste einen Campingplatz eröffnet, der sich bald größter Beliebtheit erfreute. Hier gab es alles, was das Camperherz höher schlagen ließ: eine idyllische Lage hoch über der Donau und ein romantisches Ambiente zwischen den Mauern des äußeren Burghofs, Koch- und Duschmöglichkeiten gegen Münzeinwurf und einen kleinen Laden, in dem man alles Notwenige kaufen konnte.

Wegen Bauarbeiten im Burghof blieb der Platz für die Saison 1979 geschlossen, öffnete seine Tore danach jedoch nicht wieder. Als Ersatz entstand nahe Schalding l.d.D. der noch heute existierende „Dreiflüsse“-Campingplatz.

Text: Christiane Sutter

Schätze aus dem Depot – Passau und das Bier

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Das OberhausMuseum beherbergt nicht nur historische Objekte, die in den Dauerausstellungen gezeigt werden, sondern verfügt über einen noch viel größeren Fundus im Depot. Da es leider nicht immer möglich ist, die vielen Objekte auszustellen, nehmen wir auf unserem Blog immer wieder die Schätze aus unserem Depot auf. Dieses Mal befassen wir uns mit den verschiedenen Passauer Brauereien und ihren Bierkrügen.

„Ganz besonders wollen wir, dass forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen.“

Dieser Satz des bayerischen Reinheitsgebots von 1516 ist wohl jedem bekannt und verdeutlicht die Relevanz des malzhaltigen Getränks in Bayern. Auch in Passau hat das Bier ein langes Brauchtum. Als älteste Brauerei braute das Peschl-Bräu von 1259 an über 700 Jahre lang sein Bier. Aber auch die heute noch existierende Löwenbrauerei, die Innstadt Brauerei, die Brauerei Hacklberg sowie das Weißbräu Andorfer können auf viele erfolgreiche Jahre zurückblicken.

Die Innstadt Brauerei verkaufte sogar als erste der Provinz helles Bier nach München! Außerdem lieferte sie als traditionsbewusstes Bräu bis in die 1970er Jahre ihr Bier teilweise noch mit einem von zwei Apfelschimmeln gezogenen Kastenwagen aus.

Kurzum, Bier war und ist in Passau weit mehr als nur ein Getränk: Tradition, Engagement und ein wichtiger Wirtschaftszweig in der Stadt. Auch heute noch prägen die Brauereien mit ihren markanten Schornsteinen das Stadtbild und wohl kaum einer wird bei einem Spaziergang durch die Stadt nicht auf einen Hinweis oder eine Reklame einer der örtlichen Brauereien stoßen. Im OberhausMuseum sammelte sich über viele Jahre eine große Anzahl an Passauer Bierkrügen an, die von der großen Bedeutung des Hopfengetränks und der langen Biertradition der Stadt zeugen.

Text: Juliane Hupka