Frauenpower

Endspurt Richtung Saisoneröffnung! Bevor sich die Tore des Oberhausmuseums am 15. März wieder öffnen, stellen wir Euch am Weltfrauentag noch im letzten Teil unserer Vorstellungsrunde die Museumsleitung vor.

Eine der vielen Entscheidungen, die eine Museumsleiterin treffen muss – wie wird das Plakat für die nächste Sonderausstellung aussehen?

Dr. Stefanie Buchhold steht in den Startlöchern für die Museumssaison 2018. Sie freut sich schon, denn das bedeutet, dass die Winterpause, die stressige Zeit für Planung und Vorbereitung vorbei ist und der Frühling kommt. „Da kann man dann wieder etwas durchatmen“, hofft sie, denn bis dahin muss das Programm stehen. Für Stefanie Buchhold ist die Leitung des Oberhausmuseums ein Privileg, „man kann viel gestalten und maßgeblich prägen“, aber sie ist sich immer auch der Verantwortung bewusst, die das bedeutet, für die Stadt, die Bürger und das Museum selbst. „Vor allem die Nachhaltigkeit der Entscheidungen ist für mich ein ganz wichtiges Thema.“ Als Museumsleiterin ist sie für die thematische Ausrichtung des Hauses, der Ausstellungen und des Veranstaltungsprogramms, die Finanzen, das Personal und natürlich die Außendarstellung des Museums verantwortlich. „Aber im Notfall bin ich eben doch für alles zuständig, egal um was es geht.“ Aber dafür hat sie auch eines der schönsten Büros in der Stadt Passau. „Alle Leute, die zu einem Termin kommen sind neidisch auf mein Büro“, sagt sie lachend „aber ich jammere immer über die zugigen Fenster!“

Eva Graf hat in der Verwaltung alles im Griff.

Wer zur Museumsleiterin möchte muss immer zuerst bei Eva Graf vorbei, sei es am Telefon oder im Büro. Sie ist für die Administration zuständig, die Buchhaltung und eben auch das Vorzimmer von Stefanie Buchhold, mit allem was dazu gehört. „Das schöne ist, dass ich neben den interessanten Gästen, vom Künstler bis zum Journalisten, auch viel Kontakt zu wirklich allen Mitarbeitern des Hauses habe“, stellt sie fest. „Da bekommt man einen guten Einblick in alle Aufgabenbereiche und Tätigkeitsfelder, die in einem Museum gebraucht werden.“ Wer eine Frage hat, kommt oft zuerst mal zu ihr, denn sie ist immer gut informiert, was im Haus abläuft. „Die Veste Oberhaus ist ein magischer Ort“, schwärmt sie, „ein Arbeitsplatz den man genießen kann“. Sie macht das täglich und geht mittags bei Wind und Wetter auf der Ries spazieren. „Wenn ich’s mal nicht mache, bekomme ich schon ein schlechtes Gewissen!“

Die Einweisung der Praktikanten, wie hier Richard Erbel, gehört ebenfalls zu Dr. Andrea Fronhöfers zahlreichen Aufgaben.

Natürlich gibt es im Oberhausmuseum auch eine stellvertretende Museumsleiterin. Dr. Andrea Fronhöfer ist seit einem halben Jahr auf dieser Position angestellt und findet als Kunsthistorikerin und gebürtige Passauerin die Arbeit in der Veste Oberhaus und dem Oberhausmuseum mit seinen Dauerausstellungen, wechselnden Sonderausstellungen und umfangreichen Sammlungsbeständen besonders reizvoll. Als Stellvertreterin ist ihr Aufgabenbereich im Prinzip der gleiche wie der der Leitung, sie muss überall Bescheid wissen. „Geschichte und Kunst ansprechend zu vermitteln und lebendig werden zu lassen, ist für uns Museumsmacher immer eine Herausforderung“, findet sie. Gerade Bereiche wie 3D-Digitalisierung und multimediale Anwendungen eröffnen da viele neue Möglichkeiten und sind im Oberhausmuseum vor allem in Bezug auf das EU-Projekt ViSIT und das Burgjubiläum 2019 ein wichtiges und ganz aktuelles Thema. Zu Dr. Andrea Fronhöfers Aufgaben gehört auch die Betreuung der Praktikanten. Sie freut sich, dass immer wieder junge Leute für ein Praktikum ins Oberhausmuseum kommen; „viele sind nach ein paar Tagen ganz erstaunt, wie vielseitig die Arbeit eines Museumsteams ist.“

  • Eva Sattlegger (Fotos: Oberhausmuseum)
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