Von wegen Pause!

Falls Sie so ein Schild finden, liegt das Objekt gerade auf Herrn Kriegers Schreibtisch.

Viele unserer Besucher wundern sich, was wir über die 4 Monate, die unser Museum über den Winter geschlossen hat, so treiben. Heute möchten wir Ihnen daher einen kleinen Einblick hinter die Kulissen geben.

Mit dem UL-Trike über der Veste unterwegs.

Ein Projekt, das seit Beginn des Jahres 2017 in der Veste Oberhaus viele Mitarbeiter und auch externe Firmen beschäftigt, ist das EU-geförderte Projekt ViSIT. Für ViSIT wird unter anderem die gesamte Burganlage vermessen und für eine digitale Darstellung aufbereitet. Dafür war im Sommer bereits ein Team der Firma ArcTron vor Ort, das unter anderem mit einem Ultraleichtflieger (Trike) Luftaufnahmen im Photogrammetrie Verfahren von der Veste gemacht hat.

Auf der Burg waren solche kleinen Reflektoren verteilt.

Kürzlich wurden dann Teile des Burgareals nochmals zusätzlich mit einem 3D Laserscanner aufgenommen. Zu diesem Zweck sind über die Burg kleine Reflektoren für den Laser verteilt worden.

Diego Bellido und Tuna Capar von ArcTron besprechen die nächsten Aufnahmen.

Dabei war das bedeckte Wetter tatsächlich besser als der blaue Himmel im Sommer – denn so hat man auf den Aufnahmen keine harten Schatten.

Eine Vorstufe zu unserem 3D Burgmodell.

Alle Bilder werden dann am Computer zu einem 3D Modell der Anlage weiterverarbeitet, das zum Burgjubiläum 2019 im neuen Medienturm auf der Batterie Katz zu sehen sein wird.

Mit dem Handscanner werden von allen Seiten Aufnahmen des Objekts gemacht.

Parallel dazu wird für ViSIT an einer digitalen Objekt-Datenbank gearbeitet, in der mehrere hundert historische Objekte des Museums ebenfalls als 3D Scans vorliegen werden. Vielleicht haben sich unsere Besucher in den letzten Wochen bereits gewundert, warum einige Objekte in der Ausstellung fehlen. Diese wandern eines nach dem anderen zu Benedikt Krieger, der sie im Depot einscannt, bevor sie wieder zurück an ihren Platz dürfen. Das Digitalisieren und anschließende Bearbeiten nimmt viele Monate in Anspruch!

„Viel Arbeit – aber spannende Ergebnisse!“ hat Benedikt Krieger an seinem Arbeitsplatz im Depot.

Auch in anderen Bereichen des Museums ist viel los und wir werden über die nächsten Wochen den einen oder anderen Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz besuchen, damit Ihr sehen könnt, was hinter den geschlossenen Burgtoren aktuell so passiert. Bis dahin wünschen wir schon Mal allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch!

Falls noch Geschenke fehlen für die Liebsten: warum nicht ins Oberhausmuseum kommen? Wir haben vom 25.12.2017 bis zum 06.01.2018 noch einmal 2 Wochen die Hauptausstellungen geöffnet. Dazu schenken wir unseren Besuchern noch 4 Führungen – Infos dazu gibt es HIER.

  • Eva Sattlegger (Fotos: Oberhausmuseum)
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